Donnerstag, 12. Dezember 2013

Kelowna 28.10. - 31.10.2013




28. Oktober Summerland – Kelowna

Wir fahren dem Okanagan Lake entlang und sind nur noch wenige Kilometer von Kelowna entfernt. Wir haben das Gefühl „nach Hause zu kommen“.

vertraute Umgebung...
.....Okanagan Lake
einfach schön
In Peachland stoppen wir und gehen dorthin wo wir schon im August einmal waren. Zu den Hardy Falls. Wir hoffen nochmals auf Glück um noch einen Blick auf ein paar Lachse zu erhaschen. Das Rennen ist vorbei, und wir sehen nur ein paar wohl verspätete Einzelexemplare. Dafür wird mit einem grossen Plakat auf einen Bären aufmerksam gemacht, der in dem Park kürzlich gesehen wurde. Wir sehen ihn nicht.


idyllisch

Hardys Falls
zwei Spätzünder

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Vinery "Mission Hill". Mit unserer Homestayfamiliy waren wir kurz nach unserer Kanadaankunft schon einmal hier. Nun wollen wir nochmals einen Augenschein auf eine der grössten, edelsten und bekanntesten Vinery werfen. Das Weingut basiert übrigens auf italienischer Vorfahren. Die Lese ist vorbei, es gibt nur noch wenige Reben die mit den blauen gluschtigen Trauben behängt sind. Wir vermuten diese werden evt. für den teuren Icewine gebraucht. Icewine ist ein hochwertiger, natursüsser Wein. Das natürliche Gefrierkonzentrat wird aus Trauben hergestellt, die gefroren geerntet und gepresst werden. Anschliessend wird der hochkonzentrierte Most zu Eiswein vergoren. Wobei jedoch meistens die weissen Trauben dafür verwendet werden. Die Anlage des Weingutes ist beliebt für Hochzeiten, und wird im Sommer auch für Konzerte benutzt.  

Einfahrt zu Mission Hill
sehr schöne Anlage im italienischen Stil
Rebstöcke
Mmmm, wie gluschtig
malerische Aussicht
zu Mission Hill gehört...
....selbstverständlich auch ein gediegener Verkaufsladen
In Kelowna kommen wir gegen Mittag an und wir erledigen zuerst das Unangenehmere, wir gehen zur Polizei. Wir brauchen immer noch unseren Criminal Record Check. Und siehe da, das geht ja ganz einfach, ohne Wenn und Aber. Wie komisch!
Nach dem Mittag gehen wir zu unserer Homestayfamily. Joanne treffen wir im Garten beim Lauben. Nach der ersten Wiedersehensfreude helfen wir gleich mit. Wir sind zum Nachtessen eingeladen. Keith ist leider nicht da, er ist für eine Woche nach Denver zu Verwandten. 

Joanne's Garten
da gibt es noch....
....viel zu lauben
29. Oktober Kelowna
Solange wir in Kelowna bleiben, können wir unseren Camper bei Keith und Joanne auf dem Hausplatz abstellen.
Unser heutiges Tagesziel ist ein Auto zu kaufen. Bereits haben wir eines im Visier, das wir gestern so auf die Schnelle gesichtet haben. Nun heute wollen wir eine Testfahrt. Bald einmal entscheiden wir uns für den knallroten Ford Escape 4X4, entweder hat man mit einem Occasionauto Glück oder Pech. Schnell werden wir uns mit dem Autohändler einig und die Versicherung können wir auch gleich abschliessen. Wir haben nur noch den Bankcheck zu organisieren, dann dürfen wir das Auto unser Eigen nennen. Bis wir dann von Vancouver zurückkommen, können wir das Auto sogar beim Händler deponieren.

unser Auto Ford Escape
Gleich mit dem „neuen Wagen“ fahren wir zur Bank in die City. Wir parkieren, lösen die Parkgebühr und schliessen das Auto. Doch Chrigu drückt wohl einmal zu viel auf die Türverriegelung und der Alarm meldet sich umgehend. Er probiert jeden erdenklichen Knopfdruck, startet den Motor, alle Leute gaffen, es hornt weiter, ich steige rasch wieder ein, bloss weg hier, es sirent immer noch, die Leute gaffen immer mehr, wir fahren sogar an einer etwas verdutzten und ratlos dreinblickenden Polizistin vorbei. Erst nach gefühlten unendlich langen Minuten hört der lästige ohrenbetäubende Ton endlich auf. Wir parken erneut, steigen aus und oh nein, nicht schon wieder, das ganze Spiel resp. Gehorn geht von vorne los. Oh, wie peinlich! Chrigu ist nah an einer Herzbaracke und ich rutsche immer tiefer ins Polster. Wir fahren wieder weiter, natürlich immer noch in Begleitung des inzwischen vertrauten, lauten Geräuschs, alle gaffen, Chrigu flucht und ich ducke mich noch tiefer, dann lache ich und Chrigu flucht noch mehr. Endlich, endlich hört es auf. Erbost und etwas aufgeregt, (vor allem Chrigu) bringen wir das Vehikel rasch möglichst und immer noch ohne Bankcheck dem Garagisten zurück. Gottseidank hornt das Auto auch auf dem Parkplatz der Garage, so kann uns der Autoverkäufer gleich erklären wie wir uns im Katastrophenfall zu verhalten und was wir zu tun haben. Man stecke nur den Schlüssel ins Türschloss, drehe nach links und der Alarm geht aus. Ah ja ganz einfach!
Nachdem wir uns wieder erholt haben und auch das Finanzielle geregelt ist, begeben wir uns zu unserer ehemaligen Schule um den Lehrern, den Büromitarbeiterinnen und den eventuellen altbekannten Studenten hallo zu sagen. Tatsächlich überraschen wir so einige mit unserem Erscheinen. Besonders Séverine, eine Schweizerin zeigt eine Riesenfreude und ist ganz aus dem Häuschen ihre „Kanadaeltern“ zu sehen. Nachdem das Neuste ausgetauscht ist fahren wir zu Joanne zurück. Wir sind wieder zum Znacht eingeladen, dafür „müssen“ wir mit dem Hund Gassi gehen. Wer hätte das gedacht, dass Reni einmal mit einem Hund spazieren geht? Aber scheinbar hat mich der Köter ganz gern und auch ich habe ihn ein bisschen ins Herz geschlossen. Wir spazieren also mit „Pepper“ in der vertrauten Umgebung des Okanagan Lakes entlang und erleben dazu einen wunderbaren Sonnenuntergang. Wieder zuhause erwartet uns der feine Duft von Joannes Kochkünsten. Mmmmm!

Golfplatz im Hintergrund Kelowna
30. Oktober Kelowna
Letzte Nacht ist Keith aus Denver zurückgekommen. Wir hätten uns noch viel zu erzählen gehabt, aber ihre wie unsere Zeit drängt. Sie wollen morgen für mindestens zwei Monate nach Amerika in die wärmere Gegend. Das machen sehr viele ältere Kanadier. Sie verbringen die kalten Wintermonate in Arizona, Kalifornien, Mexiko etc.
Wir haben unseren überschüssigen Ballast, den wir in ihrem Haus zwischendeponieren zu sortieren, damit wir nicht alles nach Vancouver mitzunehmen haben, und vor allem nicht alles bei der Busrückfahrt nach Kelowna mitschleppen müssen. Wir werden den ganzen Kram später abholen.
Für heute ist auch ein Besuch beim Coiffeur angesagt. Ebenfalls haben wir uns mit Séverine zum Kaffeetrinken verabredet. Sogar ein weiterer Spaziergang mit „Pepper“ liegt drin.
Und zum Abschluss des Tages! Es ist Mittwochabend gleich Squashabend. Chrigu will seine Kelowna Freunde herausfordern. Anschliessend essen wir traditionellerweise Chicken Wings, mittwochs immer zum halben Preis.


31. Oktober Kelowna
Wir verabschieden uns von unseren Gasteltern. Sie fahren südlich nach Amerika und wir gehen gegen Westen nach Vancouver. 

auf der Fahrt nach Vancouver. Hier in Keremeos....
...decken wir uns für unterwegs...
....mit Früchten ein
Wir wählen die Route via Penticton, Keremeos, Princeton, Hope, Chilliwack, Abbotsford wo wir gegen Abend ankommen und einen sehr gepflegten Campingplatz mit dem Namen“ Eagle Wind“ finden. Während unserer Fahrt passieren wir verschiedene Wetterzonen. In Kelowna starten wir bei strahlendem Sonnenschein, ab Princeton wird’s bewölkt. Wir fahren durch den Manning Park über den Allison Pass und weitere zwei/drei Pässe. Zwischendurch erleben wir ein paar Tropfen Regen. Exakt als wir die Hinweistafel zum „Sunshyne Valley“ passieren, sind wir im dichten Nebel.
Als wir unsere Mails checken ist eine Nachricht von Fernie betreffend unseres Jobs dabei. Jedoch nicht wie erwartet, etwas wie einen Arbeitsvertrag oder ein Infoschreiben zwecks weiteres Vorgehen. Stattdessen haben wir eine Einladung für Montag, 4. Nov. 15:00, bei unserer zukünftigen Chefin! Auf einmal fragen wir uns, ob wir den Job doch nicht auf Nummer sicher haben? Vielleicht haben wir mal wieder etwas Falsches verstanden? Wäre ja weiter nicht so schlimm, aber wir haben eine Wohnung gemietet. Das würde teuer!





Mittwoch, 11. Dezember 2013

Cranbrook - Summerland 22.10. - 27.10.2013





22. Oktober Cranbrook – Fort Steele – Creston

In Cranbrook, der nächst grössten Stadt besorgen wir uns eine SIN Card gleichbedeutend eines AHV Ausweises. Nebst dem wir ein weiteres Formular auszufüllen haben, läuft das ganze reibungslos und innerhalb kurzer Zeit sind wir im Besitze einer Nummer.
Mehr Mühe bekunden wir bei der Polizei für den Criminal Record Check. Unser Arbeitgeber verlangt  einen Strafregisterauszug der letzten drei Monate. Wir können den auf jedem X- beliebigen Polizeiposten beantragen, wurde uns mitgeteilt. Doch die Ladys auf dem Präsidium, insgesamt kümmern sich drei darum, wollen unseren Fall, warum auch immer nicht bearbeiten können. Wir sehen wahrscheinlich wenig vertrauenswürdig aus. Wir werden es in Kelowna nochmals versuchen.
Nebst dem wir uns mit unserer zukünftigen Arbeitsanstellung beschäftigen müssen, beschäftigt uns noch ein weiteres Problem. Wir haben eine verstopfte Toilette im Camper! Obwohl wir die Toilette so wenig als möglich, meistens nur nachts benützen, und selbstverständlich für’s „Grobe“ schon gar nicht, hat sich Toilettenpapier gestaut. Nun gestern schon probierten wir während Stunden abwechselnd mit Spülen, Wasser ablassen, heiss Wasser eingiessen, abschöpfen, das Ganze mehrmals wiederholend. Es ging nicht. Es gibt noch zwei Möglichkeiten. Gift oder Klempner? Wir versuchten es mit Gift und liessen es über Nacht wirken. Die Spannung ist gross! Und tatsächlich, der Knoten hat sich gelöst. Noch gut durchspülen und alles läuft wieder wie geschmiert!
Endlich können wir uns wieder Schönerem widmen. Bei strahlendem Wetter fahren wir ins nur 
15 Km entfernte Fort Steele und werden von stockdichtem Nebel empfangen. Fort Steele, eine Heritage aus der Kootenay Gold Rush Zeit. Ein erster Posten der North West Mounted Police entstand 1887 und daraus das Fort Steele. Den Mounties gelang es, bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Einwanderern und Indianern zu verhindern. Die weitläufige Ausstellung mit über 60 Gebäuden, - Wohnhäuser, Werkstätten, Polizeiwache und Läden - wurden mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Wiederum sind wir zu spät, die zeitgenössisch gekleideten Bewohner, die Läden und die Werkstätte sind bereits geschlossen.
 
Planwagen und Feuerwehrwagen



Halloween in Fort Steel
Metallwerkstatt
Ladenstrasse
auch ein Theater gabs
Hotel
Militärunterkunft
Stallungen
Auf dem Crowsnest Hwy Nr. 3, fahren wir via Cranbrook  nach Creston. Unterwegs machen wir Halt am Moyie Lake, denn wir sind wieder aus dem Nebel raus. Dort wird mein Angetrauter „zum kleinen Jungen“. Er baut Steinmännchen, spielt „Steineschiffern“, wirft Steine und ich probiere die Wasserfontänen fotografisch einzufangen. Wir geniessen und tanken die Sonnenstrahlen.


wunderschönes....
.....Herbstwetter am....
Moyie Lake
Chrigu am...
...Steinmännchen bauen
fertiges Modell
Wasserfontänen


Es sind vorerst wieder die letzten. Kurz vor Creston tauchen wir nämlich wieder ein in die graue Suppe. 
wir tauchen in den Nebel ein
Am Strassenrand wird auf Haselnüsse hingewiesen. Haselnüsse sind in Kanada eine Rarität. Nur in grösseren Läden kann man ganze Nüsse kaufen. Gemahlene, wie wir sie zum Backen kennen, haben wir noch nie gefunden. Wir biegen ab, kommen zu einem Privathaus, anstelle in Säckchen abgefüllte geschälte Nüsse gibt es frisch geerntete von seinen siebzehn Bäumen, wie uns der Mann erzählt. Selbstverständlich kaufen wir ihm einen Sack ungeschälter Haselnüsse ab. Wir brauchen ja schliesslich eine Winterbeschäftigung.

23. Oktober Creston- Nelson
Creston ist ein Nebelloch, wenigstens heute. Wie es sonst ist wissen wir natürlich nicht.
Unser Mietvertrag für die Wohnung ist eingetroffen den wir unterschreiben müssen. Selbstverständlich haben wir keinen Drucker mit dabei, und wir hoffen nun auf eine nette Dame im Visitorcenter, die uns die ganzen Dokumente ausdruckt. Wir haben Glück, sie ist sehr zuvorkommend und faxt die Daten gleich an die Vermittlung zurück. Das klappte ja reibungslos.
Nun nichts wie weg, raus aus dem Nebel. Von der Strasse aus, wir fahren nun auf der Nr. 3A, hätte man einen Ueberblick über das weitläufige Creston Valley. Im weiteren Strassenverlauf folgt man dem Kootenay Lake mal in Wassernähe, mal hoch über dem See. Wir warten auf die Nebelauflösung, damit wir noch etwas vom Panorama hätten. Stattdessen erwartet uns das nächste Unglück. In einer Linkskurve, die Chrigu wohl etwas unterschätzt, wird unser ganzer Geschirrhaushalt aus dem Schrank geschleudert. Jemand von uns zweien vergass das Geschirrschränkli zu sichern. (Ich wars nicht) Upps, nun haben wir die Bescherung! Nach dem ersten Fluchen, das hilft, Putzen und Aufräumen, stellen wir fest, dass von unserem Geschirrhaushalt nicht mehr viel übrigbleibt. Scherben bringen Glück! Doch der Nebel ist immer noch da.
In Kootenay Bay setzen wir mit der Fähre, die zu unserem Erstaunen kostenlos ist in einer 35 Min. Fahrt nach Balfour über. Der Nebel hält sich hartnäckig, und so beschliessen wir erneut eine von Mutter Natur geschenkten heissen Thermalquellen, die vor allem in British Columbia zahlreich vorkommen aufzusuchen. Diesmal begeben wir uns ans Westufer des Kootenay Lake zu den Ainsworth Hot Springs. Die Besonderheit dieses Thermalbades ist die hufeisenförmige Höhle mit von der Decke hängenden Stalaktiten.

Fähre von Kootenay Bay nach Balfour
Hot Springs...
Eingang zu den Höhlen und Halloweendeko (orange)
Beim Ueberqueren der Nelson Bridge empfängt uns auf der südlichen Seite, die an einem Hang liegende Stadt Nelson genannt „the Queen City“. Die Stadtbesichtigung heben wir uns für Morgen auf.
Einfahrt nach Nelson die Nelson Bridge
Nelson Bridge
im Hintergrund am Hang liegend Nelson
24. Oktober Nelson –Castlegar - Christina Lake
Das Ortsbild von Nelson unterscheidet sich von dem anderer vergleichbar grosser Städte. Zahlreiche Gebäude aus der guten alten Zeit bleiben in bestem Zustand erhalten. Die Baker Street ist gefüllt mit Boutiquen, Arts, Outdoor Stores, Restaurants und vielen Cafés. Wir schlendern durch die Einkaufsstrasse und sind betrübt über den Hochnebel der einem die Stimmung vermiest. 

Baker Street in Nelson
Stadtbesichtigung und ....
...lädele
Nelson im Hochnebel
In der Hoffnung, dass uns in der nächsten Ortschaft wärmenden Sonnenstrahlen  erwarten, ziehen wir bald einmal weiter, immer noch auf der Nr 3A nach Castlegar. Leider nein, trotzdem vertreten wir uns kurz die Beine auf der Zuckerberg Island, eine kleine Flussinsel über die eine Hängebrücke führt.

Castlegar Bridge


Hängebrücke zur Zuckerberg Island
Entenfamilie
Hätten wir gewusst, dass uns nur wenige Kilometer, wieder auf dem Crowsnest Hwy fahrend die Sonne entgegenblinzelt, so hätten wir die Ortschaft Castlegar links liegen gelassen. Oh, wie ist das schön, Sonne! Unsere Stimmung kehrt sich gleich um 180 Grad. Wir fahren die Strasse weiter hoch und passieren den Bonanza Pass. Auf der anderen Seite erwartet uns ebenfalls in der Sonne liegende Ort Christina Lake mit dem gleichnamigen See.

tiefblauer...
... Christina Lake
Abenddämmerung
Leider erwischen wir wieder einmal den besten aller Campingplätze! Der Besitzer macht uns darauf aufmerksam, dass das Wasser für den Hook-up bereits abgestellt ist. O.k. Wir haben für den Notfall noch Fläschliwasser zum Kochen. Bei vielen Campingplätzen wird das  Wasser nun wegen des beginnenden Frostes  abgestellt. Aber als wir vor verschlossenen Türen der Duschanlagen stehen, finden wir das nicht so lustig, denn beim Einchecken funktionierten die Duschen auf unser Nachfragen noch. So haben wir das auf jeden Fall verstanden. Ob wir doch noch zu wenig Englisch verstehen? Gottseidank waren wir erst gestern in den Hot Springs!

25. Oktober Christina Lake – Grand Forks – Osoyoos
Wie schon tags zuvor werden wir morgens vom Hochnebel begrüsst. Wir lassen uns Zeit mit aufstehen und hoffen auf Sonne für unseren geplanten Kettle River Trestle Trail. Zügigen Schrittes, es ist kalt und immer noch keine Sonne in Sicht, machen wir uns auf den Weg. Dabei passieren wir auch einen Canyon, indem wir herumkraxeln,  damit wir die Wasserfälle besser sehen können!

Kettle River Trestle
Ansicht von unten
Nebelwetter
Wasserfall...
... im Canyon

Die nächste anvisierte Ortschaft ist Grand Forks. Der historische Ortskern, einer früheren Minenstadt, besitzt noch einen Hauch von Wild-West-Romantik. Beim Durchschlendern durchs Down Town reisst es uns nicht eben vom Hocker, der Ort gefällt uns nicht besonders, sympathisch ist uns aber die Sonne die unser Gemüt erwärmt. Was wir nun aber unbedingt brauchen ist ein Sani-Dump. Wir brauchen Frischwasser und der Abwassertank muss entleert werden. Doch Bloch’s sind wieder einmal zu blöd, wir finden nur das Hinweisschild!
Als dann die empfohlene Käserei, die mit gross propagierter vieler gluschtiger Käsearten auf sich aufmerksam macht, ein Reinfall ist verlassen wir Grand Forks. 

Städtli von...
.....Grand Forks
Farm mit Lamas
Farm mit Pferden
Die nächsten rund 80 Km können wir in einer nebelfreien Fahrt, die durch eine reizvolle Gegend über den Anarchist Pass bis Osoyoos geniessen. 

Zwischenstop bei einem der unzähligen....
....wunderschönen Sees in Kanada
trockene Landschaft mit ....
...vielen Farms
Kurz bevor wir nach Osoyoos durch die Weinberge hinunter fahren,  halten wir auf dem Anarchist Mountain Lookout an. Von dort aus hat man einen fantastischen Ausblick auf die letzte kanadische Ortschaft vor der US Grenze, den See und die umliegenden Berge. Bei guter Sicht könnte man sogar die bereits in Amerika liegenden Bergmassive sehen. Wir haben zwar schönes Wetter, aber es ist zu dunstig.

Anarchist Mountain...

....mit Sicht auf Osoyoos
Osoyoos die südlichste Stadt von British Columbia















26. Oktober Osoyoos
Auch in Osoyoos, das Ortsbild irgendwie spanisch-mexikanischer Art ähnelt, hat es Morgennebel. Mit dem müssen wir wohl in nächster Zeit leben. Wie gewöhnlich wenn wir eine Stadt besuchen, bummeln wir meistens zuerst durch die City. Das tun wir auch heute. Manchmal geht das ganz schnell, manchmal braucht man etwas länger, je nach dem was es zu entdecken gibt. Plötzlich befinden wir uns in einem Hartwarenladen und staunen was es da alles zu kaufen gibt. Auf engstem Raum gibt es da fast alles Mögliche und Unmögliche. Wir quetschen uns durch Küchenutensilien und Wohnungsdekorationen, durch Werkzeuge, Spielsachen und Souvenirkrimskrams. 

Stadtbesichtigung


Hartwarenladen
















Gegen Mittag kommt die Sonne zum Vorschein, gerade richtig für unser nächstes Vorhaben. Wir besuchen das Nk’mip Desert Cultur Centre. Diese Ausstellung handelt um die Geschichte der Indianer. Im Aussenbereich führt ein 1,5 Km langer Rundweg durch Kakteen und ein letztes Areal unverbauter Wüste, übrigens die Einzige ganz Kanadas. Auf dem Kurztrail wird man unweigerlich mit der Lebensweise der Indianer konfrontiert. Wir begegnen den in Lebensgrösse kunstvoll aus metallgefertigt dargestellten "Indianern" bei Arbeit und Freizeit. 
Dass in der Wüste auch Rattlesnakes (Klapperschlangen) leben sei nur nebenbei erwähnt. Wir begegnen auf alle Fälle keiner. Nach der Besichtigung stärken wir uns in der zum Resort gehörenden „Winery“, und ergänzen gleich unseren Weinkeller im Camper!


Herzlicher Empfang im Reich der Indianer
beim Lachsfang

kritischer Blick

Zuhause
Indianerdorf

Indianerunterkunft
Wüstenlandschaft


Achtung Rattlesnakes
Abschliessend des wunderbar sonnigen Tages tanken wir am Lake noch die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang.
Seepromenade

Herbstzauber
Abendstimmung

Sonnenuntergang....
....mal so...

....mal so
27. Oktober Osoyoos – Summerland
Gestern haben wir  im Hartwarenladen ein neues Kartenspieli gekauft, damit wir mit unserem zwar altbewährten aber mit der Zeit doch etwas eintönigen gewordenen Jazzy abwechseln können. Mit Ernüchterung stellen wir fest, dass unsere Englischkenntnisse immer noch nicht ausreichen um eine Spielanleitung zu begreifen. Aber man(n) weiss sich ja heutzutage zu helfen. Internet sei Dank! Eine saudumme Idee! Statt einer deutschen Spielanleitung Down laden Mr und Mrs Bloch einen Virus. Na Bravo! Super gemacht. Wortwörtlich laden wir uns noch mehr unnötige Probleme auf. Nun Gottseidank haben wir für solche Fälle einen guten Freund. Er springt immer ein wenn’s Bloch’s computermässig wieder mal verbocken, und sei dies um die halbe Erdkugel. Peter support uns per Team Viewer und Skype aus der Patsche und hilft uns wieder zu Virenfreiheit! Danke vielmals Peter, was wären wir ohne Dich! Die deutsche Anleitung haben wir zwar immer noch nicht, dafür unser altbewährtes Jazzy.
Heute haben wir sogenanntes Hudelwetter. Es ist sehr windig, ab und zu regnet es. Richtiges Herbstwetter eben. Wir verlassen Osoyoos auf dem Hwy 97 Richtung Oliver. Das Gebiet dazwischen wird als Pocket Desert bezeichnet. Wir fahren weiter  das Okanagan Valley hoch. Das langgestreckte Tal wird als nördlichster Ausläufer des trockenen Beckens definiert, das sich von Mexico zwischen Sierra Nevada und  Kaskaden im Westen sowie Rocky Mountains im Osten durch den gesamten Westen der USA zieht. Mit sommerlichen Höchsttemperaturen von täglich 30 Grad passt das trockenheisse Wetter im Okanagan so gar nicht zum sonst vorherrschenden Kanadaklima. Dank der dort geringen Niederschläge und hohen Temperaturen gedeiht eine wüstenähnliche Vegetation aus Feigenkakteen und Salbeibüschen, nur unterbrochen von üppig grünen Inseln künstlich bewässerter Gemüsefelder, Obstplantagen und Reben. Gesegnet mit unerschöpflichen Wasserreserven würden aber Obst, Gemüse und Reben kaum so gut gedeihen. Das Okanagan Valley, das sich vom südlichen Osoyoos bis ins nördliche Vernon zieht, ist das grösste kanadische Weinanbaugebiet. Um die vierzig Vineyards, Weinbauern laden in dieser Gegend zu Weinproben ein. Beidseits des Hwy 97 zieren die Obstplantagen und die Reben im herbstlichen Bunt. Ebenfalls säumen Verkaufsstände aller Arten von Obst und Gemüse die Strassen. Heute ist Sonntag und leider alle geschlossen.

Obst und ....

...Rebplantagen
Reben














letzte Trauben

Plantagen so weit das Auge reicht
















In Penticton suchen wir wieder mal vergebens nach einem Campingplatz. Alle geschlossen. Wir haben immer mehr Mühe etwas zu finden. Der nahende Wintereinbruch  und natürlich das Saisonende veranlassen die Campingbesitzer die Plätze zu schiessen. Das grösste Problem ist das Wasser, falls wir doch noch einen Platz erobern, ist meistens aus Angst vor gefrorener Leitungen das Wasser abgestellt. Wenn wir schon keinen Campingplatz finden können, können wir ebenso gut  auf einen der Einkaufparkplätze ist unsere Ueberlegung. Doch in Penticton wurde wegen des zunehmenden Problems der „Streetpeople“, (Obdachlose) vorgesorgt. Es herrschen rigorose Vorschriften, überall sind Campingverbotstafeln. Sogar bei „unserem“ Campingplatz dem Walmart. Deshalb fahren wir bis nach Summerland, wo wir bereits bei  Dunkelheit noch einen Platz erwischen. 
Herbst....

....impressionen


Specht