Samstag, 11. Januar 2014

Fernie unser Winterquartier 16.11. - 24.11.2013

16. November
Seit ein paar Tagen wohnen wir nun in unserer gemieteten Wohnung. So langsam aber sicher haben wir uns eingelebt. Unsere Wohnsituation sieht folgendermassen aus. Die Wohnung ist einfach eingerichtet und grössenmässig reicht sie vollkommen für die nächsten paar Monate. Paradoxerweise wohnen wir, wie schon Kelowna  wieder im Untergeschoss. Eine Aussentreppe führt zum Hauseingang. Im Vorraum haben wir eine Garderobe. Der Wohnraum mit Polstergruppe, Essecke und einer grosszügigen Küche mit einem nach kanadischen Normen riesigen Kühlschrank, sind offen. Wir haben ein Schlafzimmer, ein weiteres Zimmer, das wir aber nur als Stauraum benutzen, weil es kein Fenster hat. Dann ist da noch das Badezimmer mit Dusche. Für unser Auto haben wir einen Unterstand, den uns unser Mitmieter vom oberen Stock freundlicherweise überlässt, dafür verpflichten wir uns bei Schneefall den Vorplatz zu schippen. Der Patz ist nicht so gross und da es seit gestern Abend schneit, können wir uns gleich beweisen.
Ueber uns wohnt eine Familie mit zwei Buben im Alter von elf und dreizehn Jahren. Dazu haben sie drei Hunde. Von unserer Vermietungsagentur wurden wir auf die Hunde aufmerksam gemacht, die man ab und zu halt hören werde, aber sie haben uns nicht vor den Buben gewarnt, die bei weitem den grösseren Lärm verursachen. Dass in Kanada die Wohnungen sehr ringhörig sind wissen wir mittlerweilen, so ist es nicht verwunderlich, dass wir über jeden Schritt der über unseren Köpfen stattfindet informiert sind. Das Schlimmste sind die zwei Bengel, die den ganzen Tag herumrennen, herumschreien, herumtoben oder TV schauen in einer Lautstärke, dass wir gleich mithören können. Ueberhaupt ist die Familie uns nicht eben freundlich gesinnt. Sie geben uns gleich von Anfang zu verstehen, dass sie mit uns nicht viel, oder besser gesagt gar nichts zu tun haben wollen!

17. November
Mittlerweilen hat es aufgehört zu schneien. Wir  haben inzwischen schon ein beachtliches Häufchen Schnee geschippt. Nun, das Wetter ist nicht schlecht und der Lärm über uns unerträglich! Wir wagen uns in die weisse Pracht und es ist wunderschön durch frischgeschneite Pfade dem Elk River entlang zu stapfen.

Ausblick in unseren Garten
unsere Strasse...
...die 9 th Avenue
Chrigu im Schneegestöber
Wanderweg....
...dem Elk River entlang
tiefverschneite....
.....Winterlandschaft

18. November
Heute vor genau einem halben Jahr, sind wir nach Canada eingereist. Die Zeit vergeht auch hier wie im Fluge, sogar jetzt wo wir nicht viel unternehmen können und noch nicht mit dem Arbeiten begonnen haben. Der Haushalt ist schnell erledigt, Internet haben wir immer noch nicht, das Skigebiet ist noch nicht geöffnet.
Nachdem Familie „Lärmpegel“ entweder zur Schule oder  zur Arbeit gehen, der Hausherr trampelt bereits morgens um 5:00 über unserem Schlafzimmer umher, so dass sich jetzt sogar Chrigu nur noch mit Ohrenstöpsel zu helfen weiss, haben wir es ab etwa 8:30 gemütlich. Ziemlichen Lärm machen dann nur noch die Elektroheizung und unser überdimensionaler Kühlschrank. Aber daran kann man sich gewöhnen.

19. November
Heute ist das Wetter misslich. Nach dem schönen Schneefall haben wir nun einen Wärmeeinbruch, und es regnet seit gestern in Strömen in die weisse Herrlichkeit, die zusehends verschwindet. Es ist viel zu warm und Fernie bangt um den Skisaisonstart! Statt sich über das Wetter zu ärgern wissen wir uns zu helfen und  kochen vor für die arbeitsintensive Zeit. Wir köcheln eine grössere Menge  Bolognaise ein, die wir portionenweise in das ebenfalls grosse Tiefkühlfach einfrieren können. In unseren Vorrat kommen auch zwei selbstgemachte Lasagne.

20. November
Wir wollen Fernie, besser gesagt das Downtown mit den Shops noch etwas besser kennenlernen. Wir schlendern durch die Hauptstrasse und stecken bei jedem der uns sehenswert erscheinenden Laden unsere Nase rein. Wir finden einige ganz interessante Shops, u. a. einen Wollladen, eine Käserei, die auch Racletteöfeli und Fonduerechauds verkauft und vermietet, einem Kleidershop indem Chrigu eine Jeans findet, und wir die Schweizer Besitzerin kennenlernen. Sie sind einfach überall die Schweizer! Wie wir von ihr erfahren sind sie aber hier in Fernie  in einer bescheidenen Anzahl vertreten.
Fernie Ladenstrasse
Fernie's Hauptstrasse


21. November
Letzte Nacht war es ziemlich kalt. So um die -15 bis -20 Grad.
Unser Schlafzimmerfenster lässt sich nicht mehr öffnen. Es ist angefroren. In den Ecken und an den Rändern ist es sogar im Innenbereich gefroren. Wir haben ein Eisblumenfenster! Für den Fachmann unverständlich wie in einem Land wie Kanada durch solche Fenster Energie verschwendet wird. Die Isolationen sind bei weitem nicht auf Schweizer Standard.
Wie schon erwähnt haben wir keine eigene Waschmaschine. Wir haben die Wäsche in einer öffentlichen Laundry zu waschen. Das tun wir heute. Sie ist nur eine Strasse von unserer Wohnung entfernt, deshalb gehen wir, die Wäsche in blaue IKEA-Taschen gestopft zu Fuss hin. In der Laundry befinden sich ungefähr zwanzig Waschmaschinen und zehn Trockner. Ein Waschdurchgang dauert ca. eine halbe Stunde, ungefähr dieselbe Zeit braucht der Tumbler. Praktisch ist, dass wir zwei oder drei Maschinen zugleich benutzen können. Das spart Zeit und wir haben wortwörtlich im Schnelldurchgang gewaschen. Die Wartezeit verbringen wir mit lesen oder mit dem schon fast zur Sucht gewordenen Sudoku lösen.



Waschtag
Chrigu macht das gut
Waschmaschinen und Trockner
Nachmittags erkunden wir die nähere Umgebung mit dem Auto. Wir fahren in das ca. 35 Km entfernte Sparwood. Einzige nennenswerte Attraktion in dem eher langweilig wirkenden Ort ist ein grasgrüner weltweit grösster Minentruck.


weltweit.......
.....grösster.....
......Minentruck
und es ist sooo kalt
auf der Rückfahrt nach....
...Fernie....
....entdecken wir....
...eine ganze....
....Herde Elks
22. November
Endlich ist es soweit und jemand von der Firma Shaw, die für den TV- und Internetanschluss zuständig ist kommt vorbei. Kurze Zeit später sind wir wieder mit der Welt verbunden.
Nachmittags finden wir bei schönstem aber bitterkaltem Wetter einen sehr schönen Wanderweg.

In den Wäldern wo der Schnee nicht vom Regen weggespült wurde sind die Wege sehr eisig. Mehr als einmal rutschen wir aus und liegen auf dem Boden. Nur nicht vor der Skisaison das Bein brechen! 

bitterkaltes....
Winterwetter
 Mt Fernie
Elk River, im Hintergrund Fernie's Skigebiet
Mt Fernie und Elk River
Nach 2 ½ Stunden wandern stärken wir unsere Kräfte mit einem obligaten Mc Cafe und einem Muffin. Schnellstmöglich, die Sonne ist inzwischen hinter den Bergen verschwunden und es ist markant kälter geworden, marschieren wir die gut zwanzig Minuten nach Hause. Dort erwartet uns ein gottseidank aufgegangener Zopfteig, den wir vorbereitet haben. Nun müssen wir nur noch den Ofen in den Griff bekommen und es gibt zum Znacht und Zmorge nach mehr als einem halben Jahr Entbehrung einen hoffentlich feinen Butterzopf. 

23./24. November
Unser Ofen ist kein Umluftofen, die Temperaturen werden in Fahrenheit gemessen  deshalb hat der Zopf  hat einen leicht verbrannten Boden und ist auf der Oberseite etwas bleich. Er schmeckt aber trotzdem lecker. Beim nächsten Mal wissen wir besser wie wir den Ofen einzustellen haben.

erste Backversuche

Samstag wie Sonntag verlaufen ziemlich identisch. Das Wetter ist prächtig, es verlockt zu ausgiebigen Winterwanderungen. Unser Skype funktioniert wieder und so hören wir wieder einmal den wohlklingenden Schweizerdialekt unserer Familien.


gefrorener See....
.....mit Eisläufer

Ententreff
Biberbau
so schön, so kalt
Kohlentransportschiene
prächtige...
...Winter....
....landschaft

Sonntag, 29. Dezember 2013

Willkommen in Fernie 9.11. - 15.11.2013




9. November Kelowna – Naskup
Bevor wir unsere Fahrt in unser zukünftiges Zuhause antreten, holen wir bei der Gastfamilie unsere restlichen zwischengelagerten Habseligkeiten.
Wir verabschieden uns auch von Kelowna, indem wir uns in unserem heissgeliebten „Bean Scene“ einen Cafe Latte holen.
Auf dem Hwy. 97 fahren wir Richtung Vernon. Dort biegen wir ab auf die Nr.6, passieren die kleine Ortschaft Cherryville und überqueren den Monasheepass (1189) wo wir unser Auto gleich auf Wintertauglichkeit testen können. 


über den schneebedeckten...

.....Monasheepass....
....hat unser Auto den Schneetest bestanden
Fähre von Needles nach Fauquier
Ueberfahrt
Kommandobrücke der Fähre
Wir fahren weiter bis nach Needles wo uns eine Fähre ans andere Ufer bringt. Von Fauquier aus fahren wir dem Arrow Lake entlang, der eigentlich kein natürlicher See ist, sondern nichts weiter als der durch den Dam bei  Castlegar bis Revelstoke über 232 Km gestaute Columbia River. Wir fahren durch das Tal zwischen Selkirk und Monashee Mountains, das dünn besiedelt ist. Gegen 17:00 kommen wir in Naskup an und es ist bereits stockdunkel. Wir sehen uns nach einer Bleibe für die Nacht um. Schnell werden wir fündig. Wir bringen unser Sachen ins Zimmer und verlassen die Unterkunft gleich wieder um in die 12 Km entfernten Hot Springs von Naskup zu fahren, wo uns ein weiteres Mal das wohltuende warme Wasser entspannt, und wir so richtig relaxen können. Wir freuen uns auf einen erholsamen Schlaf, der uns jedoch durch Jugendliche einer Eishockeymannschaft, die ebenfalls im selben Hotel übernachten vermasselt wird. Die Kids haben bedeutend mehr Energie als wir, sie lärmen bis spät in die Nacht durch die Korridore und schletzen Türen. Und niemand ausser Bloch’s hat anscheinend etwas dagegen.

10. November Naskup – Cranbrook
Durch die energiegeladene Eishockeymannschaft ist schon wieder früh Tagwacht. Hoffentlich haben sie noch genügend Power übrig für ihr Spiel?! Auch wir brauchen Power, resp. unsere elektronischen Geräte. Und zwar benötigen wir unbedingt einen Europäischen Adapter. Wir hätten ja eigentlich schon einen, oder nun besser wir hatten einen. Irgend so ein Schlaumeier hat den Adapter in der Steckdose eines Hotels stecken gelassen. Heute ist Sonntag, die nächste grössere Stadt ist die
350 Km entfernte Stadt Cranbrook in der wir am ehesten einen Adapter finden und zudem die grossen Geschäfte geöffnet haben. Doch zuerst fahren wir, wie könnte es auch anders sein als bei Regenwetter nach Kaslo. Dort hat Chrigu’s Bruder während seines Kanadaaufenthalts längere Zeit gelebt. Wir schlendern kurz durchs Downtown und im „Treehouse“ Restaurant frühstücken wir auf „kanadisch“. Es gibt kein Sonntagszopf, kein Brot oder Müesli. Chrigu‘s Wahl ist gleich mexikanisch, Tortilla mit Rührei, Bohnen und Toast. Ich bin heimatverbunden, ich kriege nämlich so etwas Aehnliches wie eine Rösti mit Spiegeleiern. Frisch gestärkt fahren wir weiter nach Balfour.


Kaslo, mit Hotel....
....Metzgerei....
..... Restaurant Treehouse
Chrigu's Morgenessen und...
....Reni's Morgenessen
Dort wollen wir mit der Fähre nach Kootenay Bay übersetzen. Das tun wir dann auch, aber erst 1,5 Std später, die letzte haben wir nämlich um 5 Min. verpasst. Ob über den Aerger der verpassten Fähre oder zur Ueberbrückung der vorigen Zeit das sei dahin gestellt, genehmigen wir uns zum Trotz, nach dem bereits üppigen Breakfast, auch noch ein Dessert. Ist ja schliesslich Sonntag. 

warten auf die Fähre
wir fahren auf die Fähre

Ab Kootenay Bay haben wir bis nach Cranbrook immer noch rund 200 Km zu fahren.
Diesen Streckenabschnitt wie auch vorhin die Fähre kennen wir bereits. Vor ca zwei/drei Wochen bereisten wir diesen Teil in umgekehrter Richtung.
In Cranbrook finden wir relativ schnell einen neuen Adapter, den wir im nächsten Hotel im Heritage Inn sogleich testen können. Er funktioniert.
Das Hotel verfügt über einen Whirlepool. Wir nutzen dies nochmals aus, denn ab morgen wohnen wir wieder in unseren eigenen vier Wänden, oh wie schön, aber ohne Whirlepool, oh wie schade!

11. November Cranbrook – Fernie
Wir fahren die 100 Km von Cranbrook nach Fernie. Seit unserer Fahrt vor rund drei Wochen hat sich landschaftlich einiges verändert. Die Farben der Baumkleider haben von gelb, rot zu weiss gewechselt. Die Landschaft liegt unter einer weissen Schneedecke.

Wir fahren gegen Fernie zu
alles ist schneebedeckt

Sobald wir in Fernie eintreffen, begeben wir uns sogleich zur „Fernie Central Reservations“, der Wohnungsvermittlungsstelle. Es ist Montag, die Kanadier feiern wieder einmal ein verlängertes Wochenende, wie jeden Monat. Diesmal ist es der Soldaten Gedenktag. Gottseidank treffen wir  trotzdem jemanden im Office an. Na ja wir haben uns ja schliesslich auch angemeldet, aber man weiss ja nie. Auf alle Fälle werden uns der Schlüssel und die dazugehörenden Unterlagen ausgehändigt. Wir können unsere Wohnung beziehen, ohne dass jemand von der Verwaltung mitkommt.
Der erste Eindruck ist nicht eben überwältigend. Die Treppe und der Eingangsbereich die zu unserer Wohnung im Basement (Untergeschoss) führen sind voller Laub, die als wir uns endlich zur Tür durchgekämpft haben, beim Betreten der Wohnung hereinwirbeln. Der zweite Eindruck ist noch schlimmer als der erste. Alles ist schmutzig, die Böden, das ganze Badezimmer insbesondere die Toilette, die Küchenschränke und ganz besonders der Backofen. 


schmutziger Backofen
Alles ist voller Hundehaare, die Bettwäsche, die Polster, unsere Hausschuhe sind innert kurzer Zeit voller Haare. Pfui, äh! Chrigu findet das Ganze nicht sooo schlimm, ich solle nicht so heikel tun, ja, ja, es ist schon etwas schmutzig aber wir können sie ja noch etwas putzen. Nein, ich akzeptiere das nicht, uns wurde eine saubere Wohnung versprochen! Wir reklamieren im zuvor schon gewesenen Office und tatsächlich stellt sich heraus, dass vergessen wurde die Wohnung zu reinigen. Die Putzequipe wird sich morgen gleich darum kümmern. Wir werden eine weitere Nacht im Hotel übernachten, selbstverständlich auf Kosten der Vermittlung. Manchmal lohnt es sich, sich zu wehren!
Heute haben wir ja auch noch unser Treffen  mit unserer Chefin. Pünktlich wie die Schweizeruhren treffen wir am vereinbarten Ort ein, nur um zu erfahren, dass die Chefin wegen des Feiertages früher nach Hause ging. Sie hat uns vergessen! Ja, da ist uns ein Superstart gelungen, von allen werden wir vergessen!

12. November Fernie Super 8
Wir übernachten im Hotel Super 8, und müssen schon früh aus den Federn. Wir begeben uns erneut in die Lizard Creek Lodge im Ski Resort. Der neue Termin mit unserer Chefin ist um 9:00 angesetzt, die sich zumindest für Ihr Versäumnis von gestern entschuldigt. Wir haben lediglich ein paar dringende Formulare auszufüllen und zu unterschreiben wie Arbeitsbewilligung, Versicherungstechnisches, Bankverbindung und Arbeitsvertrag, was einfach tönt, aber von uns eine neue Höchstleistung abverlangt. Ja, so Formulare haben es in sich, lies auch das Kleingedruckte! Wir ackern uns durch und setzen unsere Unterschriften ohne alles genau verstanden zu haben. Was wir aber verstanden haben ist, dass wir nebst einem bescheidenen Gehalt wenigstens das Skisaisonabonnement gratis bekommen. Das ist ja schon mal etwas. Hoffentlich kommen wir nebst der Arbeit auch genügend zum Skifahren stellt sich da die bange Frage? Die Skisaison startet am 30. November. Wann wir mit der Arbeit zu beginnen haben werde uns kurzfristig mitgeteilt. Gut arbeitstechnisch wären wir also für den Augenblick informiert, nun zu unserer anderen Baustelle, der Wohnung. Wir wollen endlich einquartieren. Erneut gehen wir bei der Agentur vorbei, die sich für ihr Versäumnis entschuldigen, es sei nun alles geputzt und wir können einziehen. Super! Wir freuen uns, endlich! Aber oh weh, das ganze Laub liegt noch genauso auf der Treppe wie tags zuvor. Gut, der Aussenbereich gehört wohl nicht zum Aufgabenbereich des Putzdienstes. Auf den ersten Blick scheint die Wohnung sauber. Doch wir brauchen nicht lange um zu bemerken, dass da keine emsigen Putzteufel am Werk waren. Nur ein Beispiel, der Backofen sieht noch genau gleich schlimm aus. Der Rest kann man sich denken. Wir haben zwei Möglichkeiten: erneut reklamieren oder selber putzen. Wir entscheiden uns diesmal für Variante zwei. Wir nehmen also die ganze Sache selber in die Hand, so können wir nach eigenem Gutdünken wirken. Das grosse Schrubben kann beginnen!

13. November Fernie neues Daheim
Wir bringen die Wohnung auf Vordermann, sodass wir uns wohlfühlen. Wir gehen einkaufen, ergänzen das Eine oder Andere in der sonst ganz gut ausgestatteten Küche.
Noch haben wir keine Internetverbindung. Chrigu organisiert dies telefonisch. (Er meistert dies auch diesmal souverän) Der nächstmögliche freie Termin zum Installieren ist jedoch erst in etwa zehn Tagen.
Ein nächstes Problem steht an. Unser „neues“ Auto meldet sich mit einem unerwünscht, aufblinkendem Lämpli. Wir bringen das Auto in die Garage wo es morgen durchgecheckt wird.
Fazit des heutigen Tages: kein Internet, kein Auto ....überhaupt dünkt uns, Fernie will uns nicht so richtig Willkommen heissen. Der Anfang ist etwas harzig.
Aber wir wollen auch das Positive sehen, denn endlich haben wir eine saubere Wohnung, und zudem erhalten wir erfreuliche Post aus der Schweiz. Unser in der Schweiz vorbereitetes Riesenpaket mit Skiausrüstung ist eingetroffen. Danke Nadja und Domi fürs fertig verpacken, auf die Post schleppen und aufgeben. Merci für die Schweizer Schoggi!

14. November
Obwohl wir uns während unserer Kanadazeit mit Einkaufen zurückhielten, hat sich gleichwohl so einiges angesammelt. Wir haben noch viel zu sortieren, büschelen und einzuräumen.
Dank dem Internetempfang im McDonald‘s sitzen wir nun fast alle Tage dort, checken unsere Mails, schlürfen einen Café und geniessen dazu ein köstlich feines Cranberry resp. Blueberry Muffin, das es gratis zum Café gibt. Wirklich praktisch dieser McDonald’s.
Heute nehmen wir das Städtchen Fernie, das 1‘010 m.ü.M. liegt, noch etwas genauer unter die Lupe.
Fernie ist eine Kleinstadt im südöstlichsten Zipfel von British Columbia. Die rund 4.800 Einwohner zählende Stadt liegt etwa 97 Kilometer östlich von Cranbrook gehört zum District of East Kootenay. Von Fernie aus erreicht man beide Grenzen in je etwa 45 Autominuten zu Alberta und zu Amerika. Sie ist in der näheren Umgebung nebst  Cranbrook eine der grösseren Ortschaften. Gleichzeitig ist es auch eine der ältesten Ansiedlungen der Region. Die Kleinstadt liegt am Elk River und ist umgeben von hohen Bergen. Westlich der Gemeinde liegt, am Rande des Mount Fernie Provincial Park der 2.390 Meter hohe Mount Fernie und nördlich die 2.788 Meter hohe Berggruppe Three Sisters. Da auch auf der gegenüberliegenden Talseite hohe Berge stehen, ist Fernie vollständig von den Bergen der Border Ranges umgeben.


 älteres Hotel, im Hintergrund Mount Fernie
Three Sisters

In Ost-West-Richtung verläuft der Crowsnest Highway durch das Stadtgebiet und teilt die Kleinstadt in zwei Teile. Ebenfalls in Ost-West-Richtung passiert am südwestlichen Stadtrand eine Eisenbahnstrecke der Canadian Pacific Railway Fernie. Diese Strecke ist für die Kohletransporte zur Westküste sehr wichtig.
Eine der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt ist immer noch die Gewinnung von Bodenschätzen, vor allem im Kohlebergbau.
Die Stadt hat keinen eigenen Flughafen, sondern ist nur über die Flughäfen der umliegenden Gemeinden zu erreichen.
Dank dem besonderen Klima ist das Elk Valley bekannt für grössere Schneemengen. Pro Saison gibt es im Dorf durchschnittlich 360 cm und in den Bergen 875cm des einmaligen, feinen Pulverschnees. Westlich vom Städtchen Fernie, ca 8 km entfernt findet man das „Fernie Ski Resort“.
Fernie hat eine Durchschnittstemperatur von -7 Grad im Winter und 28 Grad im Sommer.
Outdoorsportler kommen im Sommer wie im Winter nicht zu kurz. Für Abwechslung ist gesorgt.



15. November
Nun haben wir wirklich alles aufgeräumt, was es aufzuräumen gibt.
Chrigu hat ein neues Hobby entdeckt. Er probiert sich im Sudoku lösen. Was schon lange Reni’s Leidenschaft ist könnte nun auch zu seiner werden.


Sudokusüchtig

Nachmittags beginnt es zu schneien. Wie gut sind unterdessen unsere Wintersachen eingetroffen. Wir ziehen uns schneesicher an und walken auf Umwegen ins Städtchen.


Walk ins Städtchen
 Hotel Royal mit Saloon
ehemaliger Bahnhof, heute ein Pup
Uns interessiert, wie es unserem kleinen, roten Patienten geht? Wir haben Glück es ist nichts gravierendes, dem Kranken musste nur irgendein Sensor ausgewechselt werden. Die Krankheit liess sich also ohne nennenswerte Nebenwirkungen  behandeln. Nachdem also unser Patient als geheilt entlassen wird fahren wir zum Einkaufszentrum. Wir haben ganz viele Kochideen, denn nun  haben wir wieder einmal eine anständige Küche. Doch im Dschungel der fremden Packungen finden wir so manches nicht auf Anhieb. Das ist immer noch eine echte Herausforderung und wir halten uns dementsprechend lange in den Stores auf. (Wie praktisch ist da unser Denner Satellit bei Meisters in Messen, wären da nicht noch die vielen Schwätzchen….ja dann ging das Einkaufen ganz flott!) Wir nehmen uns aber auch die  Zeit die Preise zu vergleichen. So sind Milchprodukte in Canada extrem teuer. Wir finden Schweizer Käse 100gr/ 4.00 Dollar. Früchte und Gemüse haben etwa das Preisniveau der Schweiz. Fleisch wiederum ist wesentlich günstiger.





Sonntag, 22. Dezember 2013

Merry Christmas and Happy New Year




      Aus Canada wünschen wir allen Blog-Lesern schöne Weihnachten, frohe Festtage und ein
                                                              glückliches Neues Jahr



Weihnachtsgrüsse an die Heimat


Merry Christmas and Happy New Year
Kanadische Weihnachts....
.....impressionen
Schneefall 20. Dezember
Wir danken allen Blog-Lesern für die vielen positiven Feedbacks. Weiterhin werden wir über unsere Erlebnisse hier in Canada berichten.